Welchen Wert hat eine Vermögensberatung?

Das große Rätsel der (unerwünschten) Vermögensberatung

Manche Rätsel lassen sich nicht lösen. Etwa das Millennium-Rätsel Nummer 1: der Beweis der Vermutung von Birch und Swinnerton-Dreyer. Zugegeben, im Alltag bin ich mit Rätseln dieser Art ziemlich selten konfrontiert. Bei allem Interesse für die Mathematik gibt es für solche Fragestellungen einfach zu wenige Berührungspunkte. Womit ich allerdings regelmäßig konfrontiert werde, sind Kunden, welche eine Dienstleistung von mir abgreifen wollen (möglichst kostenlos natürlich), dabei aber Wert darauf legen, keine Beratung in Anspruch nehmen zu wollen. Dieses Rätsel erschließt sich mir nicht. Wird sich mir wahrscheinlich niemals erschließen. Ist es der Glaube, selber über das notwendige Wissen zu verfügen? Ist des die Angst, man könnte etwas angeboten bekommen, was man gar nicht will? Ist das schlechte Gewissen, weil man ja bereits eine unbezahlte Dienstleistung einfordert und nun nicht noch mehr in Verlegenheit geraten will? Oder sind diese Menschen einfach nur unfähig den Wert einer Vermögensberatung zu erkennen?

Weshalb beim Flachbildschirm flaches Wissen nicht so tragisch ist

Seit das Internet in unser Leben getreten ist, gewinnen Schnäppchenjäger immer mehr die Oberhand. Ihr Trick ist, dass sie es verstehen, Informationen und Beratung strickt vom eigentlichen Kauf zu trennen. Damit gewinnen sie das Beste aus zwei Welten: Sie genießen die beste Beratung und kaufen zum günstigsten Preis. Genial!
Dieser Trend hat dazu geführt, dass in ganzen Branchen das Fachwissen verloren geht, weil die entsprechenden Fachgeschäfte durch reine Verkaufsplattformen verdrängt werden.

Bei zweidimensionalen Produkten (physikalische Eigenschaften, Preis) braucht es unter Umständen (außer bei Spezialanwendungen) tatsächlich keine Beratung. Und Hand aufs Herz: Wenn der Flachbildschirm fürs heimische Wohnzimmer eigentlich zu groß ist, mag der Sehgenuss zwar getrübt sein; solange das Teil aber noch zum Angeben taugt, bricht deswegen noch keine Welt zusammen.

Bei Vermögensfragen sind Fehleinschätzungen oft dramatisch

Bei vielen Entscheidungen über Finanzinvestitionen ist die Konsequenz weitaus dramatischer. Ob eine Rente im Alter 20 % höher oder tiefer zu stehen kommt, kann einschneidende Konsequenzen haben. Ob ein Verlust von 30 % anfällt, weil das Produkt einfach nicht zur Lebenssituation passt, ist meistens sehr bitter. Ob die Lebensgefährtin im Todesfall mittellos dasteht, weil „Kleinigkeiten“ übersehen wurden, ist mehr als ärgerlich. Wenn im Falle einer Insolvenz die Altersvorsorge weg ist, sieht man unter Umständen früher alt aus, als dies geplant war …
Vermögensberatung vernetzt Fachwissen mit Erfahrung

Eigentlich hätten die Anleger also generell gute Gründe, weshalb Sie Finanzanlagen besonders sorgfältig prüfen (lassen). Das liegt aber nicht nur an der Schwere der Konsequenzen, welche sich aus einer Fehlbeurteilung ergeben, sondern an der Sache an sich.

Anders als Flachbildschirme und andere Konsumgüter sind Finanzprodukte nämlich weitaus komplexer aufgebaut. Ihre Eigenschaften erschließen sich einem meist nicht bei der Betrachtung von Verkaufsprospekt und Musterberechnung. Ihre Mechanik liegt in der Tiefe der Kalkulation versteckt, ist beeinflusst von Klauseln, Satzungen, Ordnungen, Vertragsbedingungen. Es unterscheiden sich die Anlagestrategien, die Anlagepolitik, die Managementqualität, die Fähigkeit Risiken einzugehen, um höhere Erträge zu erwirtschaften, die Sicherheit (Bonität) und die Zukunftsaussichten.

Kann man sich – vielleicht – als Laie drauf schaffen. Das würde zwar meine jahrelange Ausbildung und die vielen Jahre Berufserfahrung etwas entwerten, aber ich will zugestehen, dass es theoretisch möglich ist.
Aber nie, absolut niemals, wenn man auf jede Form der externen Vermögensberatung verzichtet.

Angebote bei der TWC nur im Paket mit Vermögensberatung

Die TWC Consulting GmbH bietet hochwertige Finanzplanung und Vermögensberatung an. Es ist ein eiserner Grundsatz von uns, keine Angebote raus zu geben, ohne vorher abgeklärt zu haben, ob das gewünschte Produkt passt oder ob es vielleicht durch eine geeignetere Lösung ersetzt werden sollte.

Diese Beratung ist kostenlos. Es ist richtig, dass wir das eine oder andere Mal dabei von besonders schlauen „Sparfüchsen“ beschissen werden. Manchmal nutzt auch ein Dritter unsere Idee, um daraus eine noch bessere Idee zu entwickeln, bzw. eine Lösung zu erarbeiten, welche dem Interessenten besser gefällt. Kann es geben.
Was es aber bei uns niemals geben wird, sind Angebote ohne Vermögensberatung und Angebote für Lösungen, welche aus unserer Sicht überhaupt keinen Sinn machen. Nicht einmal gegen eine schriftliche Erklärung, ausdrücklich auf eine Vermögensberatung verzichtet zu haben und von uns darauf hingewiesen worden zu sein, dass dies nicht besonders intelligent ist.

Des Rätsels Lösung

Natürlich lässt sich das Rätsel der Beratungsverweigerer nicht auflösen, denn es ist eine Gleichung mit unendlich vielen Unbekannten. Jeder mag für sich einen guten Grund haben, weshalb er sich keiner Vermögenberatung unterziehen will.

Auffallend ist jedoch, dass die meisten Menschen, welche einfach nur ein Angebot haben wollen und sich jede Form der Beratung verbitten, unter einem Tunnelblick leiden, welcher nur noch eine Lösung zulässt. Die Erfahrung zeigt jedoch immer wieder, dass „alternativlose“ Lösungen selten alternativlos sind und auch selten als das Nonplusultra in die Geschichte eingehen.

In der Finanzbrache verbittet sich ein Tunnelblick generell, da die Alternativen in der Regel zahllos sind. Es ist meisten einfach eine Frage des Blickwinkels, ob man der einen oder der anderen Lösung den Vorzug gibt. Genau dies macht den uneinholbaren Vorteil Berater in der Vermögensberatung aus: das Wissen über die Optionen und die Erfahrung, Dinge nicht absolut, sondern relativ aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.

Wer diese Fähigkeiten nicht nutzen will, ist … selber schuld.

Daniel S. Batt
dipl. Finanzplaner FA (FH)
Geschäftsführer TWC Consulting GmbH

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