Projekt musste angepasst werden

Mission: Impossible

Es ist schon wieder beinahe ein Jahr her, seit wir unseren Kunden ein außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk unterbreitet haben: Statt der üblichen kleinen Weihnachtsüberraschung, wollten wir unser Weihnachtsbudget dafür verwenden, einer jungen Flüchtlingsfrau den Einstieg in ihr neues Leben in Deutschland zu erleichtern. Sicherlich wäre das gut investiertes Geld, denn die reibungslose Integration von Flüchtlingen spart uns am Ende nicht nur eine Menge Steuergelder, sondern gleichzeitig auch das Aufkommen einer Parallelgesellschaft, vor welcher sich viele Menschen in diesem Land (wohl nicht ganz zu Unrecht) fürchten. Es ist an der Zeit, Sie wieder einmal über den Stand dieses Projektes zu informieren.

In Deutschland ist der Staat vor allem auf den Regelfall bestens vorbereitet

Um es gleich vorwegzunehmen: Wir sind mit unserer Idee gescheitert.

Denn wer hierzulande als Arbeitgeber konkret etwas für Flüchtlinge im Allgemeinen und für Frauen im Speziellen tun will, riskiert viel. Das liegt zum einen daran, dass man eine Praktikumsstelle für eine Flüchtlingsfrau nach dem Gleichbehandlungsgesetz weder nur für Frauen und schon gar nicht nur für Ausländerinnen ausschreiben darf. Ein männlicher Einheimischer könnte sich nämlich diskriminiert fühlen und deshalb vor Gericht ziehen.

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass ein Arbeitgeber abklären muss, ob er die Stelle zur Integration einer asylsuchenden jungen Frau, nicht vielleicht doch durch einen EU-Bürger, eine EU-Bürgerin oder einen Flüchtling mit gesichertem Aufenthaltsanspruch besetzen kann.

Klingt wie Satire, ist aber keine.

Deshalb haben wir unser ursprüngliches Projekt aufgegeben. Zumindest haben wir den Begriff „Praktikum“ durch „Stipendium“ ersetzt …

Wer helfen will, sollte sich an private Initiativen wenden

Weil die nach verschiedenen Bemühungen die Einsicht gewachsen ist, dass von den Behörden keine Unterstützung zu erwarten ist, haben wir uns in der Zwischenzeit an private Initiativen und Institutionen gewandt. Und siehe da: Wir sind innerhalb von Wochen fündig geworden. Allerdings nicht so, wie wir uns das ursprünglich gedacht haben.

Auf der Suche nach einer geeigneten jungen Frau mussten wir feststellen, dass es unter den vielen Flüchtlingen gar nicht so viele im gesuchten Alter von 16 – 24 Jahren gibt. Die Gründe hierfür sind klar: Die knappen finanziellen Ressourcen investieren die Familien in den Krisengegenden eher in jene Kräfte, welche subjektiv die höchste Chance auf ein Durchkommen haben – also in junge Männer. Diese tendieren zudem nicht nur in Afrika dazu sich zu überschätzen, weshalb sie eher bereit sind, große Risiken auf sich zu nehmen als ihre Altersgenossinnen. Einmal ganz abgesehen davon, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse vermutlich nicht immer geeignet sind, Frauen zu selbständigem Handeln zu ermutigen.

Neuer Plan – alter Fokus

Uns wurde vorgeschlagen, eine Partnerschaft für zwei afghanische Mädchen im Alter von 10 und 14 Jahren zu übernehmen. Allerdings haben wir festgestellt haben, dass diese beiden Mädchen nicht alleine geflüchtet sind, sondern sich in Begleitung Ihrer Mutter und ihres Bruders (16) befinden. Wir fanden es deshalb sinnvoll, uns der gesamten Familie anzunehmen.

Unsere Plan mussten wir aber auch in anderer Hinsicht anpassen: Weil die Kinder noch zur Schule gehen macht ein Praktikum wie wir es geplant haben einfach keinen Sinn. Da es uns jedoch nicht darum geht, ein Praktikum durchzuführen, sondern Menschen zu integrieren, konnten wir unseren Plan umstellen, ohne dies automatisch als Verrat an unserer Kernidee zu begreifen. Wir hoffen, sie werden mit uns darin einiggehen.

Zukunftssicherung und Integrationsmaßnahmen

Unser neuer Plan besteht nun darin, die beiden älteren Kinder dabei zu unterstützen, einen möglichst guten Schulabschluss zu machen und dafür zu sorgen, dass ihre Deutschkenntnisse so weit wie möglich auf ein altersgerechtes Niveau gehoben werden. Deswegen erhalten die beiden Nachhilfeunterricht und Hausaufgabenhilfe in Deutsch, Mathe und Englisch.

Sie wundern sich, weshalb wir die Jüngste nicht fördern? Das tun wir sehr wohl. Allerdings nicht in schulischer Hinsicht, denn das ist die junge Frau einfach nur eine Freude. Deshalb braucht sie hier aktuell keine Hilfe. Sollte sich dies ändern, werden wir ihr selbstverständlich ebenfalls zur Seite stehen.

Neben der Schule ist aber auch die soziale Integration wichtig. Deshalb werden wir den Dreien ermöglichen, den Anschluss an Einheimische über den Sport oder andere Freizeitaktivitäten zu finden.

Wie geht es weiter?

Der Plan ist umrissen. Jetzt geht es darum, ihn mit Leben zu füllen. Wenn es Sie interessiert, wie sich das Projekt weiter entwickelt, besuchen Sie uns in einigen Wochen wieder. Dann werden Sie an dieser Stelle mit Sicherheit Neuigkeiten zu unserem „Weihnachtsgeschenk“ finden.

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