Inflation im Anflug

Die EZB sucht die Inflation. Wie, wann und wieviel sie bekommt ist unklar

Ein Grund, weshalb die Europäische Zentralbank EZB die Geldmenge hoch und damit die Zinsen tief hält, ist der Versuch Europa das zurück zu bringen, was im Zuge der Euro-Schuldenkrise praktisch verschwunden ist: die Inflation. Dafür gibt es zwei Motive:

Inflation ist das Gegenteil von Deflation. Und Deflation ist das, was die Wirtschaft in Japan seit Jahrzehnten im Banne hält: Sinkende Preise, bei sinkender Wirtschaftsleistung. Eine für die Wirtschaft äußerst ungünstige Entwicklung, wie man sich denken kann. Deflation kostet die Wirtschaft Gewinn und bedeutet für die Arbeitnehmer eine Zunahme der Arbeitslosigkeit.

Inflation bedeutet Geldentwertung und das wiederum klingt gerade für deutsche Ohren schrecklich. Aus der Sicht verschuldeter Staaten, Unternehmen und Privatleuten sieht das ganz anders aus. Denn sie übersetzen Inflation mit Schuldentwertung und entsprechend sehnsüchtig warten sie darauf, dass sich die alten Verhältnisse wiedereinstellen.

Das Ziel der EZB ist eine Inflation so um die 2%. Dies betrachten die Währungshüter quasi als natürlichen Zustand. Unglücklicherweise sieht das der Markt seit einigen Jahren anders, weshalb sich die gewünschte Geldentwertung einfach nicht einstellen will, obwohl die EZB den Markt mit ihrem Neugeld (Kritiker sprechen allerdings von Scheingeld oder Fiat Money) geradezu überflutet.

Die Inflation ist bereits da

Inflation wurde bisher vom Ölpreis gebremst

http://www.getoil.de/oelpreisprognose-und-oelpreisentwicklung/

Tatsächlich haben wir das ersehnte Inflationsziel längst erreicht. Der einzige Grund, weshalb es noch nicht in den Statistiken offen auftaucht, waren die Entwicklungen am Ölmarkt. Weil die Saudis in einem Anfall von Wahnsinn das Angebot ausgeweitet haben, um die die Preise zu drücken und damit die neue Konkurrenz aus den USA aus dem Markt zu schwemmen. Dieser Preiszerfall am Ölmarkt war dafür verantwortlich, dass die Verbraucherpreise in Deutschland und Europa die avisierte Marke nicht erreicht haben.

Allerdings hält dieser Effekt nicht ewig (den die Preise lassen sich ja nicht unter null drücken). Es zeichnet sich sogar ab, dass die Trendwende erreicht ist. Den Saudis geht das Geld aus (weshalb sie nun erstmals Anleihen ausgeben werden), die OPEC scheint sich zu verständigen und vielleicht, ja vielleicht springt auch die Weltwirtschaft irgendwann wieder einmal an.

Wahrscheinlich geht also demnächst wieder ein Aufschrei durchs Land (#Aufschrei-Oelpreiskrise), weil die Konsumenten und Vielfahrer an der Zapfsäule mehr fürs Benzin bezahlen müssen.

Geldentwertung wirft Sparer und Anleger schon heute spürbar zurück

Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass damit die offizielle, sichtbare Inflation deutlich über jenen Prozentsatz steigt, welchen Sie als Sparer/in oder Anleger/in auf der Bank bekommen. Ihr Geld wird weniger wert und das mit amtlichem Siegel.

Nun, was sind schon 2 % Geldentwertung pro Jahr, werden Sie sich vielleicht denken. Da mögen Sie vielleicht Recht haben. 2 % sind nicht viel. Aber es sind eben 2 % und das pro Jahr. Rechnen Sie doch einmal kurz aus, wie viel das in Euro ist. Das kann ich nicht für Sie erledigen, weil ich Ihre Finanzen nicht kenne. Wie viel müssen Sie also pro Jahr aus Ihrem Einkünften zur Seite legen, um dies auszugleichen? Wie viel müssen Sie dafür arbeiten? Bitte berücksichtigen Sie dabei die Abzüge für Steuern und Sozialversicherungen.

Nur wer nichts hat, kann nichts verlieren

Überlegen Sie sich nun, wieviel an Sicherheit im Alltag und im Alter sie diese Miniinflation kostet. Wenn Sie jetzt immer noch der Meinung sind, dass dies kein Problem darstellt, haben Sie nichts zu verlieren und können das Lesen dieses Beitrages hier beenden, weil Sie wahrscheinlich eh auf die Grundsicherung angewiesen sein werden.

Für alle andern ist diese Entwicklung alarmierend. Nicht alleine wegen der 2 % Geldentwertung an sich, sondern wegen den Perspektiven danach.

Das globale Experiment mit der Geldmenge

Niemand, absolut niemand hat eine Vorstellung was geschieht, wenn der Markt endlich auf die seit bald zehn Jahren andauernde Gelddruck-Politik reagiert. Wird es tatsächlich bei den 2 % Inflation bleiben? Wird es der EZB, der FED, der BOE, der BOJ oder der Schweizerischen Nationalbank gelingen, die Geldentwertung im Zaume zu halten? Wir hoffen alle, dass dem so sein wird. Alleine, wir wissen es nicht mit Sicherheit.

Deutschland neigt dazu, sich alleine auf die Erfahrungen der Weimarer Republik zu besinnen und den Teufel an die Wand zu malen. Dabei würde es schon reichen, wenn man sich daran erinnert, was zu Beginn der 70er Jahre passiert ist, als die Ölkrise zu einer starken inflationären Phase geführt hat. Es muss nicht immer gleich eine Katastrophe eintreten – manchmal genügen auch relativ kleine Erschütterungen, um Schreckliches anzurichten.

Wie gesagt: Niemand weiß ob etwas in diese Richtung geschieht, weil noch nie in der Wirtschaftsgeschichte ein ähnliches Experiment, wie es die Notenbanken aktuell praktizieren, durchgeführt wurde.

Deutsche Anleger handeln fahrlässig

Man sollte die Möglichkeit, dass eine maßlose Ausweitung der Geldmenge irgendwann zu einer Reaktion führen wird, nicht ganz außer Acht lassen. Denn egal ob die Reaktion eine Inflationsrate von 2 % oder 10 % oder gar noch höher seine wird, am Ende werden jene dafür bezahlen, welche ihr Kapital schutzlos zu rund 0,05 % auf ihren Konten eingelagert haben.

Und wir sprechen hier von der wahnwitzigen Summe von 2.000.000.000.000 Euros alleine in Deutschland.

Wer nicht vorsorgt wird überrollt

Es gibt also gute Gründe, weshalb wir unseren Mandanten empfehlen schon heute darauf zu achten, dass ihr Geld nicht schleichend an Wert verliert. Denn wenn Sie bereits heute dafür sorgen, dass Sie einen realen Wertzuwachs erfahren, werden Sie den richtigen Moment nicht verpassen, sollte die Post an der Inflationsfront dereinst richtig abgehen. Und Sie dürfen mir glauben, Sie werden nicht schnell genug sein, wenn die Lawine erst einmal losgetreten wurde!

Wir empfehlen unseren Mandanten deshalb zwei Arten von Vermögensanlagen – und nein, Gold gehört nicht dazu.

Vorsorge lohnt sich schon heute

Vermögensverwaltende Kapitalanlagen wie der Aegon Secure Kapital. Hier profitieren Sie zum einen von einer kollektiven Vermögensverwaltung des weltgrößten Vermögensverwalters, welcher das Portfolio tagtäglich rund um die Uhr den Entwicklungen anpasst und so dafür sorgt, dass Sie niemals überrascht werden. Zumindest nicht im absehbaren Rahmen. Gleichzeitig gehen sie wegen der vollen Vermögensgarantie der Aegon zum Ablauf auch nahezu kein Risiko ein. Dass sie dabei nicht nur Ihr Vermögen vor Inflation schützen, sondern auch davor mit einer Rendite von um die 4% rechnen können, wird Sie wahrscheinlich nicht stören…

Zum andern gibt es Kapitalanlagen, welche keinen Vermögensverwaltungscharakter haben, sondern einfach nur aufgrund ihres Geschäftsmodells in der Lage sind, sich innerhalb relativ kurzer Zeit den neuen Verhältnissen anzupassen. Etwa, weil sie gesicherte Darlehen vergeben, welche sehr kurze Laufzeiten haben. Sollte die Inflation spürbar anziehen, würde das dazu führen, dass neue Verträge automatisch mit höheren Zinsen versehen würden. Auch hier haben wir bereits im Vorfeld einer möglichen Inflationswelle Nettorenditen (!) von über 4% bei sehr hoher Sicherheit und regelmäßigem Wertverlauf. Mögliche Anlagen sind hier der Prestige Alternative Finance Fund oder der Commercial Finance Opportunities.

Fazit:

Die Inflation ist bereits spürbar im Anflug. Bevor Sie Ihre Verluste durch Geldentwertung über Sparen und Mehrarbeit ausgleichen, sollten Sie in Erwägung ziehen, Ihr Vermögen sinnvoll anzulegen. Das Einlagern auf Bankkonten – wie immer sie die Bank auch nennt – ist kein adäquater Schutz vor Inflation.

Mit geeigneten Anlageprodukten – unsere Beispiele waren der Aegon Secure Kapital als kollektive Vermögensverwaltung oder der Prestige Alternative Finance Fund (übrigens ein nachhaltiges Investment in den Landwirtschaftssektor!) und der Commercial Finance Opportunities – können Sie bereits heute real mehr aus Ihrem Geld machen und sind gleichzeitig auf mögliche unschöne Entwicklungen am Geldmarkt bestens vorbereitet.

Daniel S. Batt
eidg. Dipl. Finanzplaner FA (FH)Geschäftsführer

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